Tai Chi

Was ist Tai Chi?

Welle

Tai Chi ist eine chinesische Bewegungskunst und besitzt eine lange Tradition. Es ist aus seiner Entstehung heraus eine innere Kampfkunst mit Aspekten der Sportlichkeit und Bewusstheit sowie einer möglichst entspannten Grundhaltung. Tai Chi dient der Schulung des Körpers und Geistes und pflegt besonders die Gesundheit.

Tai Chi ist meist eine Abfolge entspannter, langsamer und fließender Bewegungen (Tai Chi Form). Die Bewegungen ähneln den Bewegungen unter Wasser und sie werden häufig mit einem in Zeitlupe ausgeführten Tanz verglichen.

Tai Chi wird auch als Wasserboxen bezeichnet.

Die Energien des Tai Chi verhalten sich wie Wasser. Sie sind fließend und zusammenhängend. Sie suchen sich einen ruhigen Ort, indem sie immer tiefer sinken, selbst in verborgene Winkel gelangen sie hinein. Wie das Wasser, fügen sich die Energien allem und beherrschen aber auch alles. Stößt man auf Widerstand umfließt man ihn. Findet man Leere vor, so füllt man sie. Je weicher der Körper je stabiler und fester der Kern. Wie eine Welle zieht man sich zurück oder dringt mit entschiedener Stärke nach vorne.

Foto vom Wasser

Dadurch achtet der Körper in der Tai Chi Form unter anderem auch darauf das er von oben bis unten durchlässig verbunden wird und bestehende Verspannungen (Blockaden, Muskelverhärtungen, Gelenkfehlstellungen oder Verschleißerscheinungen etc.,) verbessert werden oder erst gar nicht entstehen.

Der Mensch zwischen Himmel und Erde

Die Chinesen sagen: Der Mensch wird auf der Erde geboren aber sein Leben hängt vom Himmel ab. Sie selbst werden diesen Umstand gerecht, indem sie diese taoistische Sichtweise in ihre Lebensführung integrieren. Und sie verbinden bewusst die Kräfte des Himmels und der Erde im Tai Chi und machen sie sich zu nutze. Die Kräfte der Erde durchdringen den Menschen und gelangen nach oben, die Kräfte des Himmels durchdringen den Menschen und gelangen nach unten. [hierzu auch Artikel 'TAO in Bewegung' aus dem SEIN-Magazin]

So hat der Tai Chi Praktizierende einen kühlen Kopf und warme Füße. Also obere flexible, unbeschwerte Leichtigkeit (sog. Leere) und untere sichere, feste Stabilität (sog. Fülle) und damit ein “gutes Fundament” zu agieren.

Für die Chinesen stellt sich der westliche Mensch jedoch häufig genau anders herum dar. In der oberen Körperhälfte (Kopf) voll, heiß und präsent, aber in den Beinen leer, kühl und eher schwach.


Tai Chi fördert die innere und äußere Entspannung und erhöht - selbst noch unvollkommen ausgeführt - das seelische und körperliche Wohlbefinden. Zugleich kräftigt es den Rücken und die Beine und steigert damit die alltägliche Belastbarkeit.

Im Tai Chi ist man nicht nur beweglich, fließend und flexibel wie das Wasser, sondern auch ruhig, sicher und stabil wie der Berg. Diese beiden scheinbar entgegengesetzten Qualitäten bilden die Grundlage des Tai Chi. So vermittelt es zuerst und vor allem ein Verständnis der grundlegenden Prinzipien taoistischer Übungen. Dadurch leben die Tai Chi Bewegungen vom Wechselspiel der scheinbaren Gegensätze von Yin und Yang wie:

Yin Yang
Ruhe Bewegung
Sinken Steigen
Rückwärts Vorwärts
Öffnen Schließen
Stillstand Aktivität
Entlastung Belastung
Entspannung Anspannung
Leere Fülle
Innen Außen
Energieaufnahme Energieabgabe

Tai Chi bedeutet die Weisheit des Körpers und der eigenen Sinne in einem einzigen Prozess zusammenzuschließen. Daher werden selbst die kleinsten Bewegungen im Tai Chi unter höchster Aufmerksamkeit und in Ruhe ausgeführt. So kann man sich in einer zurückziehenden Bewegung befinden (Yin - Qualität) oder nach vorne dringen (Yang - Qualität).

Die Bewegungen des Tai Chi sind:

Zeichnung einer Landschaft

Natürlich und gewandt, sanft und rund, gleichmäßig und fließend, leicht, aber nicht flüchtig sowie stabil und sicher aber nicht steif.

Die physiologisch, korrekt aufgerichtete Körperhaltung, der sichere Stand und das stabile Gleichgewicht fördern die innere Stabilität und das Gefühl gut verwurzelt mit beiden Beine auf der Erde zu stehen.

Die entspannte und lockere Armführung und geistige Grundhaltung vermittelt das Gefühl von unbeschwerter Leichtigkeit und Gelassenheit.

Der meditative Aspekt des Tai Chi besteht darin, in der Bewegung nach entspannter Ruhe zu streben. Sich nicht aus der Ruhe und Entspanntheit bringen lassen. Es ist ein aktiver Weg der inneren Ruhe und Konzentration aber es bedeutet auch Gelassenheit und Wohlgefühl. Dabei hilft Tai Chi das innere und äußere Gleichgewicht wieder herzustellen.

Tai Chi gibt einem die Möglichkeit, zu sich selbst aus den Konflikten und Verwirrungen des täglichen Lebens zur inneren Zentrierung zurückzufinden. Mit einem entspannten Körper, gelassenen Geist und ausgeglichenen Emotionen die alltäglichen Dinge tun.

Zugleich ist Tai Chi eine schonende Art und Weise den Körper sinnvoll zu kräftigen und im Leben belastbarer zu werden.

Der Kampf zwischen einem Kranich und einer Schlange

Der Überlieferung nach soll ein taoistischer Mönch den Kampf zwischen einer Schlange und einem Kranich beobachtet haben. Das runde und geschickte Ausweichen der Schlange vor den kraftvollen Angriffen des Kranichs inspirierte den Mönch, die innere Selbstverteidigungsmethode des Tai Chi zu entwickeln. Tai Chi vertraut nicht auf das Handeln mit äußerer gewaltsamer Anstrengung sondern bedeutet, dass man sich mit Geschick und Gespür dem Stil des Partners anpasst und die angreifende Kraft sinnvoll umlenkt. Dadurch kann die "Wucht einer Tonne mit wenigen Kilogramm" überwunden werden.

Tai Chi als innere Selbstverteidigungsmethode ist partnerbezogen. Das ist der Grund weshalb es auch Schattenboxen genannt wird; es versinnbildlicht die Auseinandersetzung mit einem unsichtbaren Partner. Die Yang Form erhebt deshalb den Anspruch, dass jedes ihrer Tai Chi Bilder der Anwendung standhalten kann. Egal ob ein Partner zieht oder drückt. Auch ist es egal wo am Körper gezogen oder gedrückt wird. Der Tai Chi Praktizierende ist mit seinem Bewusstsein, seinem Körper und seinen Energien stets in seiner Mitte, so dass äußere Einflüsse die innere Zentriertheit und Verbundenheit nicht aus dem Lot bringen können.

Die jeweiligen Tai Chi Bilder werden in diesem Sinne partnerbezogen getestet. Dies verdeutlicht u.a. den Sinn und Zweck des Tai Chi Bildes und fördert das Gespür für Tai Chi. So sind in den fortgeschrittenen Kursen die Partneranwendungen und Qi-Tests eine innere und äußere Übung der Fertigkeiten.

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Wirkungen

Ein chinesisches Sprichwort besagt: "Übt man sich in Tai Chi Chuan wird man geschmeidig wie ein Kind, gesund wie ein Holzfäller und gelassen wie ein Weiser".

Bild von Meister Ye Meister Ye Xiao Long (75jährig)

Tai Chi stärkt auf sanfte Weise die Gesamtkonstitution des Körpers. Die aufrechte Körperhaltung stabilisiert die natürliche Krümmung der Wirbelsäule. Eine ungünstige oder gar krumme Körperhaltung führt zu überflüssiger Anspannung und verbraucht viel Energie. Die optimale Körperhaltung und die effizienten Bewegungsabläufe im Tai Chi sparen Energie und füllen die Kraftressourcen für unsere alltägliche Vitalität.

Die Bewegungsmöglichkeiten des Tai Chi sind in unserer täglichen Lebensgestaltung bewusst oder unbewusst immer wieder anzutreffen. Tai Chi sensibilisiert die Wahrnehmung und das Hinterfragen gewohnheitsmäßiger Bewegungsmuster, wie Fehlhaltungen, überflüssige muskuläre Anspannungen oder ungünstige Bewegungsabfolgen. Der methodische Aufbau der Tai Chi Prinzipien fördert damit das bewusste und funktionelle Handeln in den alltäglichen Lebenszusammenhängen.

Bild eines Teilnehmers

Die ruhigen, weichen und fließenden Bewegungen stellen eine Form der Bewegungsmeditation dar. Diese Bewegungen sorgen für den Abbau von psychischen und körperlichen Spannungen und Stresserscheinungen. Tai Chi ist eine subtile Bewusstseinsschulung, eine Möglichkeit, um mehr mit sich selbst in Berührung zu kommen. Es erlaubt, sich natürlich, unbelastet und fließend auszudrücken.

Es gibt unzählige wissenschaftliche Untersuchungen über die positiven Wirkungen von Tai Chi. Tai Chi reguliert den Stoffwechsel, stabilisiert das Herz-Kreislaufsystem, senkt erhöhten Blutdruck, erweitert nachweislich die Herzkranzgefäße und führt zu deren verbesserter Durchblutung. Es normalisiert vegetative Störungen und reguliert die Funktionsaktivitäten des Zentralnervensystems. Da die aufrechte Körperhaltung die Grundvoraussetzung für die Praxis von Tai Chi ist, hilft es besonders bei Rückenleiden und Gelenkproblemen.

Das Tai Chi Forum Berlin legt besonderen Wert auf die Vermittlung von Kenntnissen der Haltungs- und Bewegungsschulung. Hierbei werden orthopädische Erkenntnisse sowie östliche Erkenntnisse aus der chinesischen Medizin vereint.

So wird zum Beispiel die Bedeutung der Biomechanik, die gelenkigen Entwicklungsprozesse oder Degenerationen, sowie Fehlstellungen, muskuläre Dysbalancen und alternative Belastungsmöglichkeiten genauer berücksichtigt.

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Lehrsystem und Lehrangebot

Das Tai Chi Forum Berlin hat das Qualitätssiegel einer zertifizierten Lehr- und Ausbildungsstätte des Deutschen Dachverbandes für Qigong und Taijiquan e.V. und Dietmar Jarosch ist Mitglied im Taijiquan und Qigong Netzwerk Deutschland e.V..

Der Tai Chi Unterricht ist von allen Krankenkassen anerkannt!

Logo Tai Chi Forum Deutschlad

Das Tai Chi Angebot des Tai Chi Forums Berlin erstreckt sich auf die lange Traditionelle Yang Form in ihren 3 Teilen, deren Anwendungen und Vertiefungsstufen, sowie Tai Chi Boden- und Dehnübungen (chinesisches Yoga). Dieses Angebot entspricht der standardisierten Lehrmethode des Tai Chi Forum Deutschlands (Volker Jung, Sankt Goarshausen [Loreley]).

Bambus

Des weiteren umfasst das Angebot des Tai Chi Forums Berlin die dynamische Yang-Entladungsform (Meister Tung), Tai Chi Säbel, Tai Chi Schwert, Tai Chi Stock, sowie die Tai Chi Partnerformen Ta Loy, Yang San Shou, Hsing I Partnerform und Yang Duilian Form und Push Hands.

Das Lehrsystem des Tai Chi Forums entstand in der Zusammenarbeit mit verschiedenen chinesischen und deutschen Tai Chi Meistern und Erkenntnissen aus der modernen Sportphysiotherapie.

Das Tai Chi Forum bemüht sich, die traditionellen und heute noch teilweise geheimgehaltenen Übungstechniken und Lehrmethoden der alten Tai Chi Meister, soweit sie dem Forum bekannt sind, an die Teilnehmer weiter zu geben.

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Die Traditionelle Yang-Form

Figurzeichnung

Grundkurse

Yang Form Teil I

Der erste Teil repräsentiert den Aspekt der Erde.

Hier wird zunächst auf die allgemeinen Grundsätze und Besonderheiten beim Erlernen des Tai Chi hingewiesen.

Das betrifft die körperliche Grundhaltung, die westlichen, physiologischen Haltungs- und Bewegungsaspekte. Die biomechanische und physiotherapeutische Muskel- und Gelenklehre und ein kraftsparendes und gelenkschonendes Bewegungsverhalten.

Des weiteren werden die Aspekte der körperlichen, "nicht muskulären" und zugleich entspannten Ausführung, taoistische und geistige Prinzipien, Qi Gong Stehen, Entspannungsübungen, Atemrichtungen, sowie statische und energetische Grundprinzipien des Tai Chi vermittelt.

Die Yang Form Teil I enthält 13 Hauptbewegungsbilder oder 13 Grundstellungen und verschafft einen guten Einblick in das Tai Chi.

Da der erste Teil dem Element der Erde zugeordnet ist, werden die Erdungsprinzipien genauer berücksichtigt. Das heisst, wie man mit einer möglichst entspannten Grundhaltung sowie innerer und äußerer Techniken, jegliche obere Anspannung verliert und wieder festeren Boden unter die Füsse bekommt.

Yang Form Teil II

Der zweite Teil repräsentiert den Aspekt des Himmels.

Foto Tai Chi Stellung

Der zweite Teil ist länger als der erste. In diesem Abschnitt werden die Grundprinzipien des Tai Chi vertieft und es kommen einige neue Bewegungsvarianten hinzu. Dabei werden besonders die Fußtritte und die verschiedenen Bewegungsrichtungen erlernt, sowohl typische Tai Chi Formbilder wie: "Den Affen vertreiben" oder die "Wolkenhände" etc.

Im zweiten Teil werden besonders Armbewegungen und deren kraftsparende Richtungsabfolgen und die ergonomischen Endstellungen in den Vordergrund rücken. Gemäß dem Motto: Kraftvoll aber ohne Anstrengung.

Da der zweite Teil der Form dem Element des Himmels zugeordnet wird, werden hier die Himmelsrichtungen, das bewusste und wohl dosierte nach oben führen der Energien und das Prinzip des Ausbreitens im Raum genauer berücksichtigt.

Yang Form Teil III

Der dritte Teil repräsentiert den Aspekt des Menschen.

Dieser Teil bildet den Abschluss und einen schönen Ausklang aus der Yang Form mit den bekannten Tai Chi Bildern wie "Die Schlange", "Die Jadeprinzessin am Webstuhl" oder "Die weiße Schlange streckt ihre Zunge aus". Die Bewegungssequenzen des dritten Teils verlangen von den Teilnehmern/-innen mehr körperliches Geschick, mehr Sportlichkeit und ein stabileres Gleichgewicht.

Da der dritte Teil den Menschen repräsentiert, werden in diesem Formteil die geistigen Aspekte und die Bedeutung der Wirbelsäule genauer berücksichtigt.

Spezielle Vorübungen zu den jeweiligen Teilen der Tai Chi Form bereiten die Teilnehmer/-innen besser auf die Schwerpunkte vor.

Aufbaukurse und Vertiefungsstufen

Motto des Lernenden

Die Vertiefungsstufen verfeinern die Formaspekte und den Bewegungsfluss der einzelnen Tai Chi Bilder. Der Weg der äußeren Form wird zunehmend ein Weg der inneren Kunst und Aktivität. Die alten Tai Chi Meister haben immer schon darauf hingewiesen, dass nur etwa 20% der Tai Chi Form sich äußerlich ausdrückt, aber 80% nicht sichtbar ist, da sie im Inneren bleibt.

Zentrumsbewegung

Der Rumpf in sich und das Verhältnis von Rumpf, Armen und Beinen wird koordiniert und synchronisiert. Die Form wird bewusst aus dem Zentrum heraus bewegt. Dies beruhigt den Geist und verbindet den Oberkörper mit dem Unterkörper. Die Zentrumsform verdeutlicht die Richtungen in der Form und sie führt zu größerer Zentrierung und Klarheit des gesamten Körperbildes. Besonderheiten sind die Rumpfstatik und die Leistenkraft.

Energetische Armspiralen

Die energetische Armspirale wird auch Qi Form genannt. Hierbei übt man bewusster die Aufnahme, Abgabe oder Verteilung der Energien über die Arme. Genauer bedeutet es die Unterarmrotation von Elle und Speiche unter Berücksichtigung der Energieleitbahnen (Meridianen) aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Spezielle Vorübungen helfen die Beweglichkeit der Arme zum Schulterbereich deutlich zu verbessern. Das hat den Vorteil, dass das Qi effizienter ausgebreitet oder aufgenommen werden kann.

Yin Yang Form

Der Anfangs- und Endpunkt jeder Bewegung wird neu definiert und die Richtungen der Tai Chi Bilder werden bewusster räumlich ausgeführt. Die Form wird lebendiger, da die Qi Qualität des Yin und des Yang als innere Fertigkeit genauer ausgeführt wird. Die verbindende Prinzipien des Yin Yang werden außerdem in Beziehung zur Atmung gesetzt.

Energetische Beinspiralen

Lehrt die Rotation von Unter- und Oberschenkel. Dies koordiniert die Beine und den Rumpf besser und schafft eine "Verwurzelung" die den sicheren Stand erheblich verbessert. Die Beine werden belastbarer und die Gelenke physiologisch belastet. Das verbindende Prinzip dieser Stufe ist das Yin Yang Knie (Statikknie und "Energieknie")

Halsspirale

Der Hals wird in 4 Viertel unterteilt, die bewusst die Verbindung von Kopf, Händen und Armen in Beziehung zum Rumpf verbessern.

3 Kreise

Hierbei geht es um die bewusste Qi Lenkung in den 3 Richtungen. Die Prinzipien sind die Ebenen in denen eine Kraft auf einen wirkt und mit welcher Ebene man antwortet. Jedes Gelenk hat dabei seine eigene Ebene.

Es wird noch einmal genauer auf die einzelnen Bewegungstechniken und Sequenzen für die Verteidigung oder den Angriff eingegangen. Nicht allein die bloße Bewegung entscheidet über die Effizienz einer Technik, sondern die Energie in oder hinter der Technik in seiner speziellen Ebene.

Weitere verbindende Prinzipen sind:

Ferse - Zehe, Gewichtsverlagerung (Erd Qi), Qi-Atem, 3 Yin-3 Yang

Ergänzende Kurse

Dynamische Tai Chi Formen

Die dynamischen Formen (“fast-form”) wurden durch Meister Ying Chieh Tung und andere chinesische Meister (u.a. Wei Lung) entwickelt. Sie enthalten Elemente aus den anderen inneren chinesischen Übungsstilen (Hsing I, Bagua Chuan). Sie verschaffen eine hohe Beweglichkeit, mehr Flexibilität und erhöhen die innere und äußere Geschicklichkeit.

Der Vorteil dieser Formen ist die Dynamik. Die Tai Chi Qualitäten werden auf eine dynamische Ausführung hin übertragen. Das was man langsam erlernt kann man meistens auch dynamisch umsetzen, das was man schnell gelernt hat ist hingegen sehr schwierig auch langsam und bewusst umzusetzen.

Tai Chi Schwertform

Die Schwertform besteht aus 2 Teilen und 56 Bildfolgen. Diese Schwertform erweitert die Tai Chi Fähigkeiten. Die Reichweite vergrößert sich und die inneren und äußeren Bewegungen müssen mit genauerer Präzision ausgeführt werden. Zugleich rückt das Zentrum stärker in die Bewegungsausführung.

Weiterführende Waffenformen

Andere Schwertformen, Säbelformen, Doppelsäbelform und Stockform, "Drachenlanzen"-Form.

Wai Tan Kung

Wai Tan Kung ist eine besondere Form des Qi Gong. Es besteht aus 12 dynamischen und einfachen Bewegungen. Dabei handelt es sich vor allem um lockere Schüttelbewegungen, die eine energiefreisetzende Wirkung entfalten. Jede einzelne Übung wirkt anders. Die klaren Bewegungen sorgen für den Ausgleich der Yin und Yang Kräfte im Körper. Wai Tan Kung ist ein sehr anregendes Übungssystem und festigt besonders die Lebenskraft.

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Push Hands (Tui Shou)

Zeichnung Push Hands

Die angebotenen Push Hands sind Partneranwendungen und ein sinnvoller Bestandteil der Tai Chi Übungspraxis. Zugleich verdeutlichen sie, dass Tai Chi eine reale Kampfkunst ist!

Die Push Hands stellen eine Herausforderung dar, verhelfen aber dazu die Fähigkeiten und das Gespür für Tai Chi zu steigern.

Der ständige Wechsel von Stabilität (Fülle) und Nachgiebigkeit (Leere) sowie der haftende Kontakt schulen die Aufmerksamkeit und Sensibilität. Die Partnerübungen basieren nicht auf das Handeln mit grober muskulärer Härte, denn harter muskulärer Einsatz bedeutet Steifheit und den Verlust des Zentrums. Es findet vielmehr ein intensiver Austausch nach den Regeln der kraftschonenden und geschickten Selbstverteidigung statt. Hierbei sind die Regeln: Neutralisieren, Kontrollieren und Bewegen.

Den Angriff wahrnehmen bevor er sich entfaltet und ihn vereiteln, bevor er sich entwickelt hat. Ist der Angreifer langsam, sind wir es auch, ist er schnell, sind wir schneller.

So muss man die Bewegungen des Partners gut einschätzen, ihm folgen (da er führt) aber wir kommen zuerst an. Der Partner bestimmt, wir behalten die Kontrolle ohne das er es merkt. Nur am Ende wird der Angriff durch Einfühlungsvermögen umgelenkt oder neutralisiert, der Partner merkt dies, aber jetzt ist es zu spät.

Die Ausführungsqualitäten des Tai Chi:

Die Push Hands sind in folgende Entwicklungsschritte grob unterteilt:

Push Hands Foto

Das praktische Üben der Push Hands beginnt mit den vier elementaren Armtechniken aus der Form: Pang (Abwehr nach vorne oben), Leu (Zurückweichen, Aufnehmen und Ziehen), On (Schieben) und Chai (Drücken oder Stoßen).

Weitere praktische Aspekte sind u.a. die solide Verwurzelung des Standes, vernünftige Körperhaltung, gesteigerte Beweglichkeit in den Arm- und Beckenbewegungen, geistige Aufmerksamkeit und Qi-Lenkung. Diese Aspekte vereinen die inneren und äußeren Übungsmethoden miteinander und führen zur realen Kampfkunst Tai Chi.

Die angebotenen Push Hands sind die Vorstufe für die daraufhin folgenden komplizierteren Partneranwendungen. Diese beginnen mit der Ta Loy Form A und B und erfahrenere Teilnehmer/innen praktizieren die längere Partnerformen des San Shou, Duillian etc.

Foto Push Hands Meister George Xu und Meister Ye Xiao Long, Partner-Form
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